2015 08 05 uebergabe RRDem 20-jährigen Radrennsportler Muhanad Ajaje aus Damaskus gelang im Frühjahr dieses Jahres auf abenteuerlichen Wegen über mehrere nordafrikanische Staaten und Spanien die Flucht nach Deutschland. Der Ökonomiestudent war einer von sechs Radrennfahrern im syrischen Nationalteam im Nachwuchsbereich. Sein radsportliches Idol ist Peter Sagan, der bei der diesjährigen Tour de France das Grüne Trikot gewann.

Seit vier Monaten ist er nun in Deutschland und wurde dem Bundesland Rheinland-Pfalz zugewiesen. Sein Asylantrag läuft seit wenigen Tagen und wird mit sehr großer Sicherheit in den nächsten vier bis sechs Wochen auch anerkannt.

Untergebracht in einer Notunterkunft in Derschen bei Daaden fehlen ihm hier leider die Möglichkeiten und die Mittel, seinen geliebten Sport weiter auszuüben. In seinem Heimatland erschöpften sich wegen des Krieges und seiner Auswirkungen seine Trainingsmöglichkeiten auf zwei Strecken zwischen Damaskus und dem Libanon und einmal um Damaskus herum. Sein größter Wunsch hier und heute: ein Rennrad und das dazu gehörende Equipment, um regelmäßig trainieren zu können. Seine ehrenamtlichen Betreuer nahmen sich dieser Frage an und wussten Rat.

Über RSV-Mitglied Thomas Haub wurde die Verbindung zum Radsportverein Osthelden hergestellt. Dessen Vertreter hörten gebannt und interessiert zu, als der junge Nachwuchsathlet von den spannenden und schwierigen Details seiner Flucht aus dem Kriegsgebiet erzählte. Die Radsportfreunde fackelten dann auch nicht lange und statteten den talentierten jungen Rennfahrer spontan mit dem Nötigsten aus, damit er sofort mit dem Training beginnen kann.

Neben einem Rad aus dem eigenen Fundus, was für eine kurze Übergangszeit ausreichend sein sollte, erhielt er Sommer- und Winterbekleidung, Helm, Handschuhe, Werkzeug und vor allem eine beitragsfreie Mitgliedschaft im RSV Osthelden, damit auch ein gewisser Versicherungsschutz gegeben ist, wenn er demnächst in der Umgebung von Daaden seine Trainingsrunden drehen wird.

Bei der Übergabe der Spenden versprach man, demnächst auch einmal gemeinsam Trainingstouren zu absolvieren, zunächst jedoch nur in Rheinland-Pfalz, da sein Status es aktuell nicht zulässt, die Grenzen des Bundeslandes zu überschreiten. Dafür gibt es keine Sprachbarrieren, man kann sich auf Englisch mit dem sympathischen Nachwuchssportler unterhalten.

Das Ziel des Rennfahrers ist es, nach der Anerkennung in wenigen Wochen zu Verwandten und Freunden in den Raum Köln zu gelangen. Dort laufen bereits Vorbereitungen, um ihn als ausgewiesenes Talent in die dortige Radsportszene zu integrieren. Hierbei wollen ihn die ehrenamtliche Initiative und der RSV Osthelden weiter tatkräftig unterstützen.

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